Sanierung denkmalgeschütztes Gutshaus Kummerow

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Ort :Schulstraße 32, 18442 Kummerow
Bauherr :Baltic Memorial KG
Planung :Cubus
Leistungszeit :2016

Das 1870 erbaute Gutshaus befindet sich etwa 15 km westlich der Stadt Stralsund mit einer direkten Anbindung an die B105. Angrenzend steht das erst 2012 sanierte Schloss, indem neuer Wohnraum und Ausstellungsflächen entstanden sind.

Das zweigeschossige Gebäude unterteilt sich in drei verschiedene Baukörper, Hauptgebäude, Westflügel und Verbindungsflügel. Das Hauptgebäude ist teils unterkellert und besteht aus einen gemauerten Erdgeschoss mit symmetrisch angeordneten Fenstern. Das Obergeschoss, auch Dachgeschoss, ist Teil des großzügigen Pfettendaches mit zweifach stehendem Stuhl. An der Nordseite des Daches befindet sich ein mittig zentrierter Quergiebel, der von zwei kleinen Gauben eingefasst wird.

Der Westflügel mit seinem Mansarddach liegt direkt auf der Grundstücksgrenze. Die Fenster zur Straßenseite wurden fast vollständig zugemauert. Der Verbindungsflügel ist ebenfalls ein zweigeschossiger, gemauerter Baukörper, jedoch mit einen Satteldach. Ein Teil des Erdgeschosses zeigt noch Reste eines massiven Gewölbes. Vermutlich wurde das Erdgeschoss aufgestockt. Im Bestand wurden Holzfenster verbaut, die noch bis auf wenige vorhanden sind.

Das fast vollständig leerstehende Gutshaus soll neben dem Schloss zu neuem Leben erwachen und Wohnraum in geringem bis mittlerem Standard für die Gemeinde Kummerow zur Verfügung stellen. Mit privaten Freiräumen in Form von Dachloggien und Erdgeschossterrassen fügt sich das Gutshaus dem zeitgemäßen Wohnstil. Für eine optimale Raumnutzung und auf Basis eines bewussten Umgangs mit dem Bestand entstehen Maisonette Wohnungen im Westflügel und Verbindungsflügel.

Mit geringen Eingriffen werden die Grundrisse optimiert. Es entstehen drei 3-Raum Wohnungen, zwei 1-Raum Wohnungen und 4 Maisonette Wohnungen. Der zugemauerte Anbau im Osten wird als Veranda wiederhergestellt. Im Außenraum entstehen Terrassen die sich zurückhaltend dem Bestand fügen. Der Eingangsvorbau in der Ecksituation zwischen Hauptgebäude und Verbindungsflügel wird zurückgebaut und durch eine neue Eingangssituation ersetzt.

Das Dachgeschoss des Hauptgebäudes und des Westflügels wird größtenteils entkernt und neu zoniert, so dass großzügigere und moderne Grundrisse entstehen. Darunter befinden sich zwei 3-Raum Wohnungen und drei 2-Raum Wohnungen. In die Dachhaut werden neue Dachfenster und drei Dachloggien eingeschnitten und sorgen somit für eine verbesserte Belichtung der Wohnungen. Die Gauben der Nordseite werden denkmalgerecht saniert.

Es wurde sich bewusst für Dachloggien entschieden, da diese nicht aus der Gebäudehülle nach vorne springen und die Kubatur des Bestandsdaches respektieren.